Österreich und seine Ausflugsziele: was Besucher wissen sollten

Österreich und seine Ausflugsziele: was Besucher wissen sollten

Bergseen, Klammen, Almen, Städte und Märkte liegen hier oft nur wenige Kilometer auseinander. Das macht die Planung eines Wochenendes vergleichsweise einfach.

Baden, Wandern und Aussicht

Kärnten hat mit dem Wörthersee und dem Millstätter See Seen, die im Sommer deutlich wärmer werden als die Gewässer weiter im Norden.

Bergseen wie der Seebensee in Tirol liegen auf über 1.600 Metern und sind nur zu Fuß oder über eine Kombination aus Bahn und Wanderung erreichbar.

Schluchten als Ausflugsziel

Steinschlag und Felsstürze führen gelegentlich zu längeren Schließungen, teils über mehrere Jahre. Das betrifft auch bekannte Ziele.

In den Schluchten ist es deutlich kühler und feuchter als draußen. Eine zusätzliche Schicht und rutschfeste Schuhe sind kein übertriebener Aufwand.

Die Jahreszeiten und ihre Ziele

Im Frühjahr sind die Täler bereits grün, während höhere Lagen noch Schnee tragen. Diese Zeit eignet sich für Klammen, Flusstäler und Städte. Weitere Einträge zu Orte abseits der Hauptrouten sind nach Kategorien sortiert.

Im Hochsommer sind Bergseen und Höhenwege gut erreichbar, dafür sind die bekannten Ziele stark besucht. Frühe Starts helfen erheblich.

Sicher unterwegs im Gelände

Warme Zwischenschicht nicht vergessen: Pro tausend Höhenmeter sinkt die Temperatur um mehrere Grad, dazu kommt der Wind.

Sonnenschutz wird in Höhenlagen regelmäßig unterschätzt. Die Strahlung nimmt mit der Höhe deutlich zu, auch bei Bewölkung.

NationalparkBundeslandCharakter
Hohe Tauern Salzburg, Tirol, Kärnten Hochgebirge, größtes Schutzgebiet der Alpen
Neusiedler See Burgenland Steppensee und Schilfgürtel
Gesäuse Steiermark Fels und Wildfluss
Donau-Auen Wien, Niederösterreich Auwald an der Donau

Kurze Wege, große Wirkung

Almhütten sind für Kinder oft der eigentliche Höhepunkt, wegen der Tiere und weil es dort etwas zu essen gibt.

Die Wegzeit mit Kindern liegt realistisch beim Anderthalb- bis Doppelten der angegebenen Dauer. Das sollte in die Planung einfließen.

Winterliche Ausflugsziele

Der Lawinenlagebericht wird täglich für jedes Bundesland veröffentlicht. Wer abseits gesicherter Wege unterwegs ist, sollte ihn zwingend lesen.

Thermen sind in Ostösterreich und der Steiermark verbreitet und an Schlechtwettertagen entsprechend gut besucht. Andere Beiträge zu österreichischen Themen gibt es dort.

Worauf es hinausläuft

Die Jahreszeit entscheidet stärker über den Eindruck als das Ziel selbst. Derselbe Ort wirkt im Mai anders als im September.

Unterm Strich gilt: weniger Ziele, dafür mehr Zeit für das einzelne. Das gilt für Bergtouren genauso wie für Stadtbesuche.

  1. Im Winter Lawinenlagebericht prüfen, bevor es abseits der Wege geht
  2. Kurze Tage einplanen, ab etwa 16 Uhr wird es dämmrig
  3. Winterwanderwege als Alternative ohne Ausrüstung nutzen
  4. Bei Schlechtwetter auf Städte, Museen oder Thermen ausweichen

Ein Überblick nach Regionen

Im Westen dominieren Berge und Bergseen, im Osten Flachland, Weinbau und der Neusiedler See als größte Wasserfläche.

Die Donau bildet eine eigene Achse mit Weltkulturerbe-Landschaften wie der Wachau, die sich gut mit dem Rad erschließen lassen.

Bauwerke mit Geschichte

Freilichtmuseen versammeln historische Bauernhäuser aus einer Region an einem Ort. Sie funktionieren auch bei mäßigem Wetter gut.

Burgruinen gibt es in fast jeder Region. Viele sind frei zugänglich, andere werden von Vereinen betreut und haben eingeschränkte Öffnungszeiten.

Praktisches zur Anreise

Für Rundtouren ist die öffentliche Anreise oft praktischer, weil man nicht zum Auto zurückkehren muss.

Das Klimaticket gilt österreichweit im öffentlichen Verkehr und rechnet sich bereits bei wenigen längeren Fahrten im Jahr.

Womit man rechnen sollte

Familienkarten und Regionalkarten rechnen sich schnell, wenn mehrere Bahnen oder Attraktionen genutzt werden.

Wandern selbst kostet nichts. Die Ausgaben entstehen über Anreise, Bergbahnen, Mautstraßen und Einkehr.

Wo sich der Umweg lohnt

Wanderkarten zeigen Ziele, die online kaum auftauchen. Der Blick auf eine Papierkarte lohnt sich für die Planung weiterhin.

Die stilleren Plätze verlangen meist etwas mehr Aufwand bei der Anreise. Genau das hält sie still.

Die bekanntesten Wasserfälle

Der Sprühnebel macht die Wege dauerhaft feucht. Rutschfeste Schuhe sind hier keine Empfehlung, sondern Voraussetzung.

Auen entlang der großen Flüsse stehen vielfach unter Schutz und beherbergen Arten, die anderswo längst verschwunden sind.

Urbane Ziele im Land

Der November ist für Städtereisen der günstigste Monat: wenig Andrang, niedrige Unterkunftspreise und volles Kulturprogramm.

Wien ist mit Abstand die größte Stadt und deckt praktisch jedes Interesse ab, von Museen über Parks bis zu Märkten in den äußeren Bezirken.

Themenwege mit Stationen funktionieren mit Kindern deutlich besser als reine Aufstiege. Viele Regionen haben solche Wege in den letzten Jahren angelegt.

Naturschutz und Verhalten im Gelände

Wildtiere brauchen Abstand, besonders in der Dämmerung und im Winter. Störungen kosten die Tiere Energiereserven, die sie nicht ersetzen können.

Abfall gehört vollständig wieder ins Tal, auch organischer. Bananenschalen und Obstreste bauen sich in Höhenlagen extrem langsam ab.

Fragen aus der Praxis

Was kostet ein Ausflugstag?

Das Wandern selbst nichts. Die Kosten entstehen über Anreise, Bergbahnen, Mautstraßen und Einkehr, wobei die Bahn meist der größte Posten ist.

Wann sind Wasserfälle am eindrucksvollsten?

Im Frühsommer, wenn die Schneeschmelze die Wasserführung erhöht. Nach längeren Trockenperioden im Spätsommer fällt der Eindruck deutlich ab.

Wie plant man Wegzeiten realistisch?

Über die Höhenmeter, nicht über die Kilometer. Im Aufstieg rechnet man üblicherweise mit rund 300 Höhenmetern pro Stunde.

Im Winter gelten eigene Anforderungen. Der Lawinenlagebericht wird täglich für jedes Bundesland veröffentlicht und gehört zur Vorbereitung.